Archive for December, 2009

Air France 447

Friday, December 11th, 2009

Flugangst habe ich eigentlich keine.

Ein mulmiges Gefühl bei jeder Altantiküberquerung habe ich aber schon. Denn Tod durch Ersaufen im eisigen, stürmischen Ozean bei Nacht ist nicht gerade mein Lieblingsverabschiedungsszenario.

Ungeklärt bleibt weiterin der A330-Absturz von Air France 447 am 1. Juni.

Die gestrige Meldung einer weiteren Air France A330, die unter ähnlichen Bedingugen knapp dasselbe Schicksal entglitt liess mich aufhorchen.

Denn übermorgen überquere ich selbst wieder mal den grossen Teich…

Der Zwischenbericht der BEA über den Absturz von AF447 ist interessant und aufschlussreich.

Ein paar Fundstücke aus dem Bericht:

Die Flugroute. Zu sehen sind die Punkte INTOL, an dem der Funkverkehr mit Brasilien nicht mehr möglich ist und TASIL, bei dem der Funkkontakt mit Senegal aufgenommen werden kann. Der Flug befand sich beim Absturz zwischen diesen Punkten, also im Funkloch.

Die Flugroute bis zum Absturz

Die Flugroute bis zum Absturz

Bis zum 26. Juni wurden 640 Fundstück gefunden, die eingezeichnet sind. Weiss: Wrackteil, Rot: Leiche, Gelb: Heckflosse des Fliegers. Beachtenswert ist die enorme Distanz zwischen den Fundstücken.

Die Funde

Die Funde

Die Wrackteile weisen eine starke vertikale Kompression auf, d.h. der Flieger soll mit sehr hoher vertikaler Geschwindigkeit, jedoch in ebener Lage und in Flugrichtung auf das Wasser aufgeprallt sein. Der Inhalt der Behälter wurde stark nach unter zusammengedrückt:

Wrackteile: Küche

Wrackteile: Küche

Boden und die Befestigung mit der Seitenwand waren stark deformiert und deuten auf den heftigen Schlag hin:

Wrackteile: Bodenelemente

Wrackteile: Bodenelemente

Impfung: 36 Stunden später

Wednesday, December 9th, 2009

Am Impfabend selbst keine besonderen Vorkommnisse.

Am Folgetag, gestern, ein dumpfer Schmerz im Arm. Minim erhöhte Temperatur und leichte Mattscheibe.

Heute morgen (und bereits gestern Abend) ist der Arm wieder schmerzfrei, alle Symptome verschwunden.

Insgesamt: Praktisch Null Problemo! Empfehlenswert.

Also – Wer hat Angst vor der Schweinegrippe?

Ich! Aber nicht vor der Impfung.

Geimpft!

Monday, December 7th, 2009

Endlich geimpft, trotz der unverantwortlichen Mediennegativität. Gemäss Tagi “5 Tote durch die Impfung”, die gar keine sind. Zum kotzen.

Also geimpft. Heute, um 17:30, Kantonsspital Zug, Baar.

Beängstigend wenig Impfende, ich sah nur einer. Gähnende Leere, wo Impfwillige Schlange stehen müssten.

Effizient. In einer knappen Minute war ich wieder draussen.

Weniger effizient: Kinder werde hier keine geimpft. Erst ab 15. Die übrigen beim Kinderarzt.

Wirkungsvolle Plakate

Sunday, December 6th, 2009

Immer wieder wird der Tod der physischen Werbung zugunsten der Online-Werbung vorhergesagt.

Tatsächlich haben  Google und andere Cyberfirmen ihre ganze Existenzgrundlage darauf aufgebaut.

Dass dies jedoch nicht wirklich zutrifft zeigen zwei aktuelle Beispiele.

Das Plakat zur Minarettinitiative muss nicht weiter vorgestellt werden. Eine eizige Grafik mit einem einzigen Wort “Stopp” reichte für den Sieg aus.

[Damit wurde der Rechtsextremismus plötzlich salonfähig. Ideenlose Wendehals-Politiker aller Schattierungen hüpften schnurstracks - Wählerzulaf witternd - auf die Anti-Schiene und schlugen allerlei weitere obstruse Verbote vor. W-a-r-u-m wählen wir diese Dilettanten überhaupt?]

Zurück zum Plakat: Plakativität in Reinkultur. Garniert wurde die PR-Meisterleistung mit der dem Plakat umhüllenden Kontroverse. Jede Meinung dazu, jede Entscheidung einer Gemeinde oder Kanton über dessen Zulassung kam umgehend in die Schlagzeilen. Eine Gratiswerbelawine ohne Ende. Klassisch-genial! (aus Werber-Sicht)

Alle langwierigen, wortreichen Blablabla-Ausführungen der intelektuell-gegnerischen Wortführern verpufften wirkungslos gegen diese simple Symbolik. Das Plakat brauchte keine Erklärung und keine Argumente. Jeder konnte selbst seine Meinung dazu bilden.

Das ist erfolgreiche Werbung!

Mein zweites Beispiel ist die im Sommer lancierte Kebab-Ali-Kampagne. Ein Bild mit “Coming Soon” reichte, um die Neugierde der Bevölkerung und Presse auf sich zu ziehen. Das Folgeinserat hast du sicher auch schon gesehen:

Das zweite Ali-Kabep-Plakat

Das zweite Ali-Kebap-Plakat

Gegen abertausenden von anderen wirkungslosen Plakaten mit abermillionen von nutzlos-verpufften Werbegeldern hat dieses Plakat die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Fazit: Die physische Werbung ist noch lange nicht tod. Man muss sie nur richtig einsetzen können.

Google Maps: Wilde, illegale Fahrt (LOL)

Friday, December 4th, 2009

Google Maps ist einer dieser bahnbrechenden Dinge, die mich jedesmal ins Staunen versetzen.

Und manchmal kann ich nur schmunzeln. Lass mich das erklären: Seit einiger Zeit gibts diese netten Kamerasymbole bei der Wegbeschreibung; Klickst du drauf erscheint ein Bild der Umgebung:

Da, diese Kamera Symbole

Da, diese Kamera Symbole

Genial!

Bei der Eingabe einer Fahrt von 8905 bis 8001 staunte ich nicht schlecht über die Richtungspfeile! Eine haarstreubende Fahrt, LOL! Schau selbst:

[Update: Ich schaute mir die von Google automatisch übersetzte Seite an: MEGA LOL. Hier der übersetzte Text;

"When you enter a ride from 8905 to 8001 I was amazed not bad about the direction of arrows! A haarstreubende ride, LOL! Look at yourself:" ]

He achtung, das waren 5 Bier zuviel!

He achtung, das waren 5 Bier zuviel!

[He respectable, they were 5 beers too much!]

Jetzt ordentlich Ausholen: Rein in die Wiese und scharf abbiegen!

Jetzt ordentlich Ausholen: Rein in die Wiese und scharf abbiegen!

[Now outhaul properly: Rein in the grass and sharp turn!] WAS?????!!!!!

Rein in die Einbahn! Do no evil? Who cares!

Rein in die Einbahn! "Do no evil"? Who cares!

[Rein in the one-way! "Do no evil"? Who cares!]

Schon fast am Ziel. Fahr noch schnell die Ampel hier platt!

Schon fast am Ziel. Fahr noch schnell die Ampel hier platt!

[Almost there. Driving fast the traffic lights still flat here!]

Auf dem Weg noch eine Frisur machen lassen. Was, Autos dürfen hier nicht rein?

Auf dem Weg noch eine Frisur machen lassen. Was, Autos dürfen hier nicht rein?

[On the way to make even a hairstyle can be. What cars are not in here?]